Der Arbeitsbereich Tutorenqualifizierung bietet folgende "Arten" von Tutorenschulungen an:

  • Tutorenschulung allgemein
  • Tutorinnen und Tutoren für die qualitative Evaluation
  • Schulung von Orientierungstutorinnen & -tutoren/Orientierungsmentorinnen  & -mentoren
  • E-Tutorinnen und E-Tutoren

Grundlagenschulung Fachtutorien (nicht fachspezifisch)

Tutorienarbeit ist ein wichtiger Baustein in der Gestaltung des Hochschulalltages für Lehrende und Studierende. Sie stellt sich in verschieden Ausprägungen im Hochschulalltag dar, in Fachtutorien, in Orientierungstutorien und zuletzt auch in Mentoringprogrammen. Im Bereich der Fachtutorien bedeutet es für die Lehrenden im Idealfall eine Entlastung des in der Regel sehr vollen Zeitplanes durch die Möglichkeit, Aufgaben delegieren zu können, und für die Studierenden eine willkommene Möglichkeit, den Stoff zu vertiefen und den Lernerfolg zu verbessern.  Fachtutorien sind in der Regel in allen Semestern präsent. Darüber hinaus schaffen sie im Bereich der Propädeutika den stofflichen Anschluss noch vor Beginn des eigentlichen Studiums. In den  Orientierungstutorien geht es vorrangig um die Einführung der Erstsemester in den Studienalltag. Diese inkludiert sowohl den hochschulinternen Bereich außerhalb der Lehre als auch den Bereich des sozialen Miteinanders. Eine Betreuung von A-Z gewissermaßen, die sich in den Mentoringprogrammen fortsetzt, die diese Betreuung über die Zeit des Studiums hin abdecken.

„Tutorenarbeit ist qualifizierte Arbeit. Qualifizierungsprogramme für TutorInnen sind deshalb so wichtig, weil sie TutorInnen Gelegenheiten schaffen, den Umgang mit Gruppen, mit Methoden einer teilnehmerorientierten Didaktik zu üben.“  Daneben sollten sie „[...]auch Beratung bei auftretenden Problemen anbieten."[1]

Ziel unseres Workshops ist es, die Teilnehmer für ihre Arbeit als Tutor zu qualifizieren und ihnen das passende Handwerkszeug mitzugeben. Wir vermitteln didkatische und methodische Grundlagen zur Durchführung von Fachtutorien und behandeln dabei die Themenbereiche Beratung, Lehre, Zeitmanagement und Gruppenprozesse. Natürlich gehen wir auch auf individuelle Fragestellungen ein und stellen Lösungsansätze bereit.


 [1] vgl. Knauf, Helen (2005), Tutorenhandbuch, Bielefeld, UVW,  S.3 ff.

Ausbildung fachspezifischer Tutoren im Bereich qualitative Evaluation

Wozu brauchen wir Evaluation? 

Die Evaluation dient als Instrument der Überprüfung von Ursache und Wirkung bei der Bewertung und kontinuierlichen Verbesserungen im Bereich von Lehre und Studium. Sie kann Defizite und Probleme aufdecken, ermöglicht die Verbesserung von Prozessabläufen und hilft Fehler zu vermeiden. Sie schafft Transparenz, macht Ziele deutlich und kann darüber hinaus Erfolge darstellbar machen. 

„Evaluation kann einer Vielfalt von Zwecken dienen, […] . Schon jetzt kann festgehalten werden, dass Evaluation aufbauend auf die systematische Erhebung, Analyse und Bewertung von Daten

  • einen Beitrag zur rationalen Steuerung leisten kann,
  • Lernquellen erschließt, um Maßnahmen und Programme weiter zu entwickeln,
  • Transparenz schafft, indem sie über Ablaufprozesse, die Zielerreichung und Wirkungen aufklärt
  •  und dadurch auch dazu beiträgt, die Legitimität von Maßnahmen und Programmen einzuschätzen."[1]

In diesem Workshop werden die Studierenden dahingehend ausgebildet, selbstständig Veranstaltungen und Module im Rahmen einer dialogischen Evaluation anzuleiten und zu begleiten. 

In dem Workshop werden folgende Inhalte vermittelt:

  • Grundlagen zur dialogischen Evaluation - was kann Evaluation und wozu verwendet man sie
  • Methodentraining Evaluation – welche Methoden sind passende Werkzeuge für eine bedarfsgerechte Evaluation
  •  Ausarbeitung eines detaillierten Ablaufplanes unter Einbeziehung der vorgestellten und selbst ausprobierten Methoden.

Die dialogische Evaluation wird von drei Personen durchgeführt, ein Tandem zur Anleitung und Durchführung und eine Person als Protokollant/-in.

Nach Abschluss der Einheit werden die gesammelten Daten (Protokoll, Fotos etc.) zusammengeführt, von Frau Merkator ausgewertet, zu einem Bericht zusammengefasst und an die ausführenden Tutoren sowie an die Verantwortlichen für die evaluierte Veranstaltung bzw. für das evaluierte Modul zurückgesandt.

 

Dieser Workshop wurde von uns in Zusammenarbeit mit dem Fachgebiet Evaluation der Abteilung DLS, Frau Nadine Merkator, entwickelt und kann von uns kurzfristig durchgeführt werden. Bitte melden Sie sich diesbezüglich unter tuq@bitte-loeschen.hs-fulda.de oder telefonisch unter 0661 9640-9556.


 [1] vgl.  Stockmann,  Reinhard (Hrsg)(2006): Sozialwissenschaftliche Evaluationsforschung,  Münster, Waxmann, S. 11

 

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