Gender-Kompetenz

Im Diskurs der Hochschulentwicklung ist das Thema „Gender“ mittlerweile fest etabliert. Stellvertretend seien hier genannt: der Bologna Prozess mit der Akkreditierung gendergerechter Studiengänge, die forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG,  Chancengleichheit in den Berufungsverfahren und letztlich die Forderung nach einer genderkompetenten Lehre, um Frauen und Männer gleichermaßen zu fördern und ihre akademischen Karriereperspektiven zu erweitern. 

Um Chancengleichheit zu erreichen, braucht es Gender-Komptenz bei allen Akteurinnen und Akteuren der Hochschule Fulda. Gender-Kompetenz wird als eine Schlüsselqualifikation verstanden, welche befähigt, erworbenes gender-differenziertes Fachwissen mit den (eigenen) sozialen, politischen und beruflichen Kontexten zu verbinden. Ziel ist dabei, Geschlechterrollen, -erwartungen und -verhältnisse sowie deren möglicherweise benachteiligenden Strukturen zu erkennen und so zu verändern, dass neue und vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten entstehen. 

Vortragsreihe zur Lebensgestaltungskompetenz

Die Vortragsreihe für Studierende zur Lebensgestaltungskompetenz mit dem Titel "Strategien zur Gestaltung von Lebensverläufen" wird ab dem WS 2014/15 in allen Fachbereichen umgesetzt. Die Vortragsreihe wurde von dem Gleichstellungsbüro der Hochschule Fulda konzipiert. Der Erste Gleichstellungsbericht der Bundesregierung vermerkt, dass Entscheidungen in Übergangsphasen weichenstellend für spätere Lebensphasen sind. So wirken beispielsweise geschlechtsspezifische Ungleichheiten im Erwerbsleben bis ins Rentenalter nach. Die Hochschule will mit der geplanten Vortragsreihe Studierenden helfen, die eigene Lebensgestaltung durchdacht anzugehen und langfristige Zeiträume bei der Wahl eines Lebensmodells mitzudenken. Mehr Informationen erhalten Sie hier.

Gender-Kompetenz in der Hochschuldidaktik

Aufgrund des unverändert starken Handlungsbedarfs, Genderaspekte systematisch in die Lehre zu integrieren, beteiligte sich die Hochschule Fulda in einem Gemeinschaftsprojekt mit allen hessischen Hochschulen an der Workshop-Reihe GENDERkompetent zur gezielten Vermittlung von Gender-Kompetenzen in der HochschuldidaktikWeitere Themen dieser Workshop-Reihe waren die Verbesserung der Qualität der Lehre und Forschung insbesondere in den MINT-Fächern durch die Integration von Ergebnissen der Geschlechterforschung und die Veran­kerung von Gender-Aspekten in der Akkreditierung sowie im Qualitätsmanagement.  

Ein Produkt der Workshopreihe GENDERkompetent ist eine umfassende Bestandsaufnahme von Initiativen und Projekten hessischer Hochschulen entlang der Workshopthemen. Dies liegt seit 2014 in Form einer Broschüre GENDERkompetent. Gender in der Lehre hessischer Hochschulen vor.

Ebenfalls arbeitet ein interdisziplinäres Team mit internen und externen Akteurinnen und Akteuren seit Frühjahr 2013 gemeinsam an einer Strategie, eine gendergerechte und -sensible Hochschuldidaktik auszubauen und zu implementieren. 

Gendersensibilisierende Fortbildung für Professoren und Professorinnen

Die Hochschule Fulda hat in 2011 den Professoren und Professorinnen den mehrstufigen Workshop "Gender sichtbar machen" angeboten mit dem Ziel, die Berücksichtigung von Genderaspekten im Prozess der Lehre zu integrieren. Dieser Workshop umfasste zwei Tagesveranstaltungen in der Gruppe und zwei Einzelgespräche mit einer Expertin, in welchen die eigenen Lehrveranstaltungen hinsichtlich gendersensibler didaktischer Ansätze bearbeitet wurden. Die Teilnehmenden aus nahezu allen Fachbereichen erlebten eine Sensibilisierung für Genderaspekte, die Analyse der eigenen Lehr­veranstaltung unter Gender-Aspekten, verbunden mit konkreten Handlungsempfehlungen sowohl inhaltlich als auch didaktisch und die Reflexion der Maßnahmen und ihrer Wirkung. 

 

"Neuer Blick auf alte Fragen! Gleichstellung von Männern und Frauen im Lebensverlauf"

Um die langfristigen und einschneidenden Folgen von Entscheidungen in einzelnen Lebensabschnitten deutlich zu machen, hat die Hochschule Fulda alle Hochschulbeschäftigten zu der Veranstaltungsreihe "Neuer Blick auf alte Fragen! Gleichstellung von Männern und Frauen im Lebensverlauf" eingeladen. In mehreren Symposien, die thematisch nach Lebensphasen gegliedert waren, erhielten interessierte Frauen und Männer für die berufliche Qualifikation Kompetenzen in Gleichstellungsfragen. Hintergrund der Veranstaltung ist der Erste Gleichstellungsbericht der Bundesregierung vom Juni 2011, der den Blick auf den gesamten Lebensverlauf richtet.

 

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Broschüre hier downloaden: