Organisation und Aufbau

Hochschulleitung

Die Präsidentin oder der Präsident vertritt die Hochschule nach außen und ist Dienstvorgesetzte oder -vorgesetzter des Personals der Hochschule. Der Senat wählt die Präsidentin oder den Präsidenten mit der Mehrheit seiner Mitglieder in geheimer Wahl; die Amtszeit beträgt sechs Jahre, Wiederwahl ist zulässig. Die Vizepräsidentinnen oder Vizepräsidenten werden auf Vorschlag der Präsidentin oder des Präsidenten vom Senat aus dem Kreis der Mitglieder der Hochschule für mindestens drei Jahre gewählt. Die Kanzlerin / der Kanzler leitet die Hochschulverwaltung nach den Richtlinien des Präsidiums der Hochschule, ist Beauftragte/r für den Haushalt und nimmt nach Maßgabe der Beschlussfassung des Präsidiums die Haushalts-, Personal- und Rechtsangelegenheiten wahr.

Das Präsidium (Leitung der Hochschule) ist für alle Angelegenheiten zuständig, die nicht durch das Gesetz einem anderen Organ übertragen sind. Es leitet die Hochschule und fördert unter Beteiligung des Hochschulrats gemeinsam mit den anderen Organen, den Fachbereichen, den Mitgliedern und Angehörigen der Hochschule deren zeitgerechte innere und äußere Entwicklung und legt jährlich vor dem Senat Rechenschaft über die Geschäftsführung ab. Dem Präsidium gehören die Präsidentin oder der Präsident, die Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten und die Kanzlerin oder der Kanzler an.

Das Präsidium berät zusammen mit den Dekaninnen/Dekanen (erweitertes Präsidium) gemeinsame Angelegenheiten in Haushalt, Personal, Organisation und Verwaltung. Die Frauenbeauftragte sowie die Vorsitzenden des Allgemeinen Studentenausschusses und des Personalrats können an den Sitzungen teilnehmen.

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Senat

Das zentrale Organ der Hochschule zur Behandlung von Grundsatzangelegenheiten ist der Senat, dem die Präsidentin oder der Präsident als Vorsitzende/r, Vertreter der Professorengruppe und der Studierenden sowie wissenschaftliche und administrativ-technische Mitglieder angehören, darüber hinaus mit beratender Stimme die Mitglieder des Präsidiums (Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten, Kanzlerin oder Kanzler) sowie auf Beschluss des Senats weitere Personen. Der Senat gibt der Hochschule mit der Mehrheit seiner Mitglieder eine Grundordnung. Er berät in Angelegenheiten von Forschung, Lehre und Studium, die die gesamte Hochschule betreffen oder von grundsätzlicher Bedeutung sind, und überwacht die Geschäftsführung des Präsidiums.

Der Senat ist u.a. zuständig für:

  • die Beschlussfassung über die Grundordnung und Wahlordnung, sowie über die Allgemeinen Bestimmungen für Prüfungsordnungen und andere, Forschung, Lehre und Studium betreffende Satzungen,
  • die Entscheidung über die Entwicklungsplanung der Hochschule und über die Einführung und Aufhebung von Studiengängen,
  • Regelungen der Forschungskoordination und der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie Stellungnahme zu den Berufungsvorschlagen,
  • Stellungnahme zu den Zielvereinbarungen nach § 88 Abs. 2 und dem Budgetplan,
  • Entgegennahme und Beratung des Rechenschaftsberichts des Präsidenten

Beschlüsse des Senats können in Ausschüssen und Kommissionen vorbereitet werden, in denen die Mitgliedergruppen entsprechend der Aufgabenstellung des Gremiums vertreten sein sollen.

An der Hochschule Fulda existieren derzeit folgende Senatskommissionen:

Senatsmitglieder und Stellvertreter:

Für die Wahl und Abwahl der Präsidentin oder des Präsidenten, ebenso für die Wahl der Vizepräisdentin und Vizepräsidenten ist der Senat mit seinen stellvertretenden Mitgliedern zuständig, die zusammen mit den stimmberechtigten Mitgliedern gewählt werden.

Für die Wahl der Präsidentin oder des Präsidenten, der Vizepräsidentinnen oder Vizepräsidenten wählt der Senat einen Wahlvorstand, dem drei Mitglieder der Professorengruppe, eine Studentin oder ein Student sowie ein Mitglied der Gruppen nach § 8 Abs. 3 oder 4 HHG angehören. Für jedes Mitglied ist eine Stellvertreterin oder ein Stellvertreter aus derselben Gruppe zu wählen.

 

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Hochschulrat

Zur Beratung der Hochschule bei ihrer Entwicklung, zur Artikulation der in der Berufswelt an die Hochschule bestehenden Erwartungen sowie zur Förderung der Nutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse und künstlerischer Leistungen wird an jeder Hochschule ein Hochschulrat gebildet, der sich aus vier Persönlichkeiten aus Wirtschaft und beruflicher Praxis sowie drei Persönlichkeiten aus Wissenschaft oder Kunst zusammensetzt. Der Hochschulrat gibt Empfehlungen z.B. zur Hochschulentwicklungsplanung, Studiengangsplanung und Bildung von Schwerpunkten in Forschung und Lehre, zu den Evaluierungsverfahren und Zielvereinbarungen sowie für den Wissens- und Technologietransfer; er nimmt Stellung z.B. zum Rechenschaftsbericht des Präsidiums, zu den Lehr- und Forschungsberichten zum Budgetplan, zur Einrichtung und Aufhebung von Studiengängen und zur Gliederung der Hochschule in Fachbereiche.

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Fachbereiche

Der Fachbereich ist die organisatorische Grundeinheit der Hochschule.Eer erfüllt für sein Gebiet die Aufgaben der Hochschule. Seine Organe sind der Fachbereichsrat sowie das Dekanat. Dem Fachbereichsrat  gehören Vertreter der Hochschulgruppen (6 Professoren, 4 Studierende, 1 wissenschaftlich bzw.  administrativ-technisches Mitglied) an.

Zuständigkeiten des Fachbereichsrats u.a.:

Erlass der Prüfungs- und Studienordnungen; Feststellung des Strukturplans; Abstimmung der Forschungsvorhaben; Entscheidung über Berufungsvorschläge; Entscheidung über Arbeitsgruppen; Regelung der Benutzung der Fachbereichseinrichtungen im Rahmen der Benutzungsordnung des Senats.

 

Das Dekanat leitet den Fachbereich und ist für alle Aufgaben zuständig, für die nicht die Zuständigkeit des Fachbereichsrats gegeben ist; ihm gehören die Dekanin oder der Dekan, die Prodekanin oder der Prodekan und die Studiendekanin oder der Studiendekan. Es schließt Zielvereinbarungen mit dem Präsidium und entscheidet im Rahmen des Strukturplans und der Zusagen über die Ausstattung eines Fachgebiets über die Verwendung der Personal- und Sachmittel. Der Fachbereichsrat wählt die Mitglieder des Dekanats mit der Mehrheit der Stimmen seiner Mitglieder in geheimer Wahl für i.d.R. drei Jahre. Die Dekanin oder der Dekan, der aus dem Kreis der dem Fachbereich angehörenden Professorenschaft stammt, vertritt den Fachbereich innerhalb der Hochschule und führt den Vorsitz im Fachbereichsrat. Zur Vorbereitung eines Berufungsvorschlags setzt das Dekanat im Einvernehmen mit der Präsidentin oder dem Präsidenten eine Berufungskommission ein.

 

Der Fachbereichsrat kann einen Studienausschuss einrichten, der zur Planung und Durchführung des Studienangebots, zur Verteilung der Lehrveranstaltungen auf das Lehrpersonal des Fachbereichs sowie zur Wahrnehmung der Studienfachberatung für das Dekanat Vorschläge erarbeitet, der die Studienpläne für die Studiengänge und den Lehrbericht des Fachbereichs erstellt und Beschlussvorlagen für Studien- und Prüfungsordnungen erarbeitet. Den Vorsitz führt die Studiendekanin oder der Studiendekan. Der Fachbereichsrat kann weitere Ausschüsse und Kommissionen bilden, wobei eine angemessene Beteiligung der Gruppen sicherzustellen ist.

 

Sofern für die Durchführung einer Aufgabe auf dem Gebiet von Forschung und Lehre in größerem Umfang Personal- und Sachmittel des Fachbereichs ständig bereitgestellt werden müssen, können in einem Fachbereich wissenschaftliche Einrichtungen (Institute, Seminare) gebildet werden. Zentrale wissenschaftliche Einrichtungen (wissenschaftliche Zentren) schließlich können gebildet werden, wenn Aufgaben auf dem Gebiet von Forschung und Lehre die gesamte Hochschule oder mehrere Fachbereiche betreffen.

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Studierende

Die Studierenden einer Hochschule bilden die Studentenschaft (§ 95 Hessisches Hochschulgesetz), die eine rechtsfähige Körperschaft des öffentlichen Rechts und als solche Glied der Hochschule ist. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben erhebt die Studentenschaft Beiträge von den Studierenden. Sie verwaltet ihre Angelegenheiten selbst und wirkt an der Selbstverwaltung der Hochschule mit; die Studentenschaft hat folgende Aufgaben (§ 96):

  • Vertretung der Gesamtheit ihrer Mitglieder im Rahmen ihrer gesetzlichen Befugnisse,
  • Wahrnehmung der hochschulpolitischen Belange ihrer Mitglieder,
  • Wahrnehmung der wirtschaftlichen und sozialen Belange der Studierenden, soweit sie nicht dem Studentenwerk oder anderen Trägern übertragen sind,
  • Pflege überregionaler und internationaler Studentenbeziehungen,
  • Förderung der politischen Bildung und des staatsbürgerlichen Verantwortungsbewusstseins der Studierenden,
  • Unterstützung kultureller und musischer Interessen der Studierenden,
  • Förderung des freiwilligen Studentensports, soweit nicht die Hochschule dafür zuständig ist.

         

Organe der Studentenschaft sind das Studentenparlament, der Allgemeine Studentenausschuss, der Ältestenrat und der Rechnungsprüfungsausschuss (§ 97).
 

Das Studentenparlament beschließt über grundsätzliche Angelegenheiten der Studentenschaft, die Satzung, den Haushaltsplan und die Festsetzung der Beiträge; es wählt den Allgemeinen Studentenausschuss, den Ältestenrat und den Rechnungsprüfungsausschuss.

Der Allgemeine Studentenausschuss (AStA) ist ein Organ der Studentenschaft. Er führt die laufenden Geschäfte der Studentenschaft in eigener Verantwortung. Er ist an die Beschlüsse des Studentenparlaments und an den Haushaltsplan der Studentenschaft gebunden. Er vertritt die Studentenschaft gerichtlich und außergerichtlich.

Der Allgemeine Studentenausschuss wird vom Studentenparlament für die Amtszeit von einem Jahr gewählt.

Der AStA besteht aus dem Vorstand (1. Vorsitzende oder Vorsitzender / 2. Vorsitzende oder Vorsitzender / Finanzreferat und Referentinnen und Referenten mit unterschiedlichen Aufgabengebieten.

"Klassische" Referate sind Soziales, Umwelt, Frauen, Schwule, Kultur und Hochschulpolitik. Es werden darüber hinaus - je nach Interessenlage und Notwendigkeit - vom Studentenparlament weitere Referate mit anderen Sachgebieten eingerichtet und mit Referentinnen/Referenten besetzt.

Alle Mitglieder des AStA sind Studierende.

Der AStA erbringt neben seinen hochschulpolitischen Aufgaben auch Sach- und Dienstleistungen.

Diese sind

  • Verwaltung und Bereitstellung einer Wohnungsangebotsliste
  • Verkauf des Internationalen Studentenausweises (ISIC)
  • Verkauf von Vorlesungsverzeichnissen
  • Unterhalt einer umfangreichen Zeitschriftenbibliothek
  • Kartei für Mitfahrgelegenheiten (Foyer E-Gebäude)
  • Angebot einer Rechtsberatung (in Zusammenarbeit mit dem Auslandsamt der Hochschule)
  • Verleih von Fetenmaterial

u. v. m.

Der AStA ist für (fast) alles die erste Adresse.


Der Ältestenrat entscheidet über die Gültigkeit angefochtener Wahlen zum Studentenparlament sowie über die Rechtmäßigkeit von Wahlen und Beschlüssen des Studentenparlaments oder des Allgemeinen Studentenausschusses.


Der Rechnungsprüfungsausschuss prüft die Rechnung der Studentenschaft vor der Entscheidung des Studentenparlaments über die Entlastung des Allgemeinen Studentenausschusses.


Auf Fachbereichsebene bilden die Studierenden eines Fachbereichs die Fachschaft, d.h. jede/r Studierende ist je nach Studiengang Mitglied der Fachschaft eines oder (z.B. bei Lehramtsstudiengängen) mehrerer Fachbereiche. Die Fachschaften (§ 98) nehmen in ihrem Bereich die fachlichen Belange und hochschulpolitischen Interessen der Studierenden wahr; sie beraten die Studierenden und tragen zur Förderung der Studienangelegenheiten bei. Organ der Fachschaft ist der Fachschaftsrat.

 

Jeder immatrikulierte Studierende der Hochschule Fulda hat das Recht und ist gleichzeitig aufgerufen, sein aktives und passives Wahlrecht wahrzunehmen und auszuüben.

Um die Interessen der Studentenschaft angemessen vertreten zu können, ist die Mitarbeit in allen Hochschulgremien und insbesondere in den ausschließlich von Studierenden besetzten Gremien (Studentenparlament, Allgemeine Studentenausschuss Fachschaftsräte) besonders wichtig.

Die studentische Mitbestimmung an der Hochschule Fulda ist abhängig von Anzahl und Engagement der in ihr tätigen Studierenden.

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